Auf dem Weg zur Wasserstoff-Luftfahrt

Pro­jekt BA­LIS – DLR: Megawatt-Brenn­stoff­zel­len für Luft­fahrt

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt im Projekt BALIS den weltweit ersten Brennstoffzellen-Antriebsstrang für Flugzeuge – mit einer Leistung im Megawattbereich. Damit geht das DLR einen weiteren Schritt, um emissionsfreies Fliegen mit Wasserstoff zu ermöglichen. Den Förderbescheid für das BALIS-Projekt in Höhe von 26 Millionen Euro überreichte BMVI-Staatssekretär Steffen Bilger am 21.01.2021 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung an das DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart. weiterlesen…

Daimler-CEO sitzt ACEA-Nutzfahrzeug-Ausschuss vor

Martin Daum übernimmt für ein Jahr den Vorsitz und betont Vorrang des Klimaschutzes

Der Vorstandsvorsitzende der Daimler Truck AG, Matin Daum, leitet in diesem Jahr den Nutzfahrzeug-Ausschuss des Verbandes europäischer Automobilhersteller ACEA. Der Ausschuss setzt sich aus den CEOs der führenden europäischen Hersteller DAF Trucks, Daimler Trucks, Ford Trucks, IVECO, MAN Truck & Bus, Scania and Volvo Group zusammen. Wie die Daimler AG bekannt gegeben hat, übernimmt Daum den Vorsitz vom Scania-Boss Henrik Henriksson. weiterlesen…

12.000 km2 Flächenpotenzial für gebäudeintegrierte Photovoltaik

Untersuchung “Die vertikale Stadt als solare Energiequelle?”

Einer Untersuchung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und des Fraunhofer ISE zufolge ist das Flächenpotenzial für Photovoltaik an Fassaden in Deutschland doppelt so groß wie das auf Dächern – vor allem in den Ballungsräumen. Auch Fassaden könnten bei Energiewende und Bodenschutz eine viel bedeutendere Rolle spielen als bisher. Das Dresdner IÖR hat gemeinsam mit dem Freiburger ISE das theoretische Flächenpotenzial für Photovoltaik an Fassaden für ganz Deutschland erhoben. Ihre Ergebnisse haben sie im Fachmagazin “Transforming Cities” veröffentlicht. weiterlesen…

KfW IPEX- und DekaBank finanzieren Gasversorgungsnetz-Ausbau

Erster Baustein einer nationalen Wasserstoffinfrastruktur

Deka– und KfW-IPEX-Bank finanzieren mit je 40 Mio. Euro den Betrieb und weiteren Ausbau des Gasfernleitungsnetzes der Nowega GmbH (Münster). Als regulierter Fernleitungsnetzbetreiber eines rund 1.500 Kilometer langen Gasnetzes in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen plant Nowega insbesondere Investitionen zur Sicherung der Gasversorgung in Spitzenlastzeiten und zur Effizienzsteigerung. Mit einem Teil der Finanzierung könnte zudem der erste Baustein einer nationalen Wasserstoffinfrastruktur umgesetzt werden. weiterlesen…

GB: Netto Null und neue Kohlemine

West Cumbria Mining will 750 Millionen Tonnen “metallurgischer Kohle” aus dem Meeresboden holen und verbrennen

Großbritannien wird trotz beschlossenen Kohleausstiegs und Netto-Null-Ziels für 205 seit drei Jahrzehnten erstmals wieder eine neue Steinkohlengrube eröffnen – unter dem Meeresboden an der Küste der Grafschaft Cumbria im Nordwesten Englands. Kritiker werfen der Johnson-Regierung – Gastgeber der nächsten Klimakonferenz COP26 – deshalb Heuchelei vor. Schätzungen zufolge werden dadurch jährlich zusätzlich 8,4 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß verursacht. weiterlesen…

Startschuss für Deutschlands Wasserstoffnetz

Erdgasnetz umwidmen

Wasserstoff soll keineswegs nur das Klima retten – das kleinste Molekül des Periodensystems soll auch einen neuen Technologie- und Exportboom auslösen – und die Karrieren von Politikern befeuern. Wirtschaftsminister Peter Altmaier etwa nutzt das vermeintliche Wundermolekül ziemlich gern, um sich als Visionär einer CO2-freien Wirtschaft zu gerieren. Nur: Wie der Wasserstoff transportiert werden soll, war bisher unklar. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Regierung nun einen Plan. weiterlesen…

EU-Parlament will Nord Stream 2 stoppen

Schärfere EU-Sanktionen gegen Russland gefordert

“Viele deutsche Abgeordnete enthielten sich oder stimmten dagegen, doch am Ende gab es in Brüssel eine Entschließung: Der Fall Nawalny verlangt nach weiteren Sanktionen.” schrieb die Zeit am 21.01.2021 über einen Beschluss des EU-Parlaments. Es ging darum, als Konsequenz aus der erneuten Verhaftung und Verurteilung des Oppositionellen Alexej Nawalny den Weiterbau des umstrittenen deutsch-russischen Pipelineprojekts Nord Stream 2 einzustellen. Die Forderung wurde von den Fraktionen der Konservativen, Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen unterstützt. weiterlesen…

Mit Enzymreaktionen verwandtes Katalyse-Verfahren entwickelt

Methode der Universität Bonn ermöglicht nachhaltige Oxidationen

Acetale sind wichtige chemische Verbindungen, die etwa bei der Herstellung bestimmter medizinischer Wirkstoffe eingesetzt werden. Mit einer neuen Methode lassen sie sich – einer Medienmitteilung der Universität Bonn vom 18.01.2021 zufolge – künftig einfacher und umweltschonender synthetisieren. Chemiker der Universität Bonn haben das nachhaltige Katalyse-Verfahren u.a. mittels modernster Computersimulationen entwickelt und optimiert. Die Reaktion basiert auf einem Mechanismus, der auch in der Natur vorkommt, aber bislang in der chemischen Synthese selten genutzt wurde. Die Ergebnisse erschienen in Angewandte Chemie (open access). weiterlesen…

Forschungsteam stoppt zeitlichen Abstand von Elektronen innerhalb eines Atoms

Neue Methode führt zu dramatischer Auflösungs-Verbesserung von Freie-Elektronen-Lasern

Röntgen-Freie-Elektronen-Laser (XFELs) liefern intensive, ultrakurze Lichtpulse im harten Röntgenbereich. Einige der meistversprechenden Anwendungen von XFELs liegen in der Biologie, wo Materialien auf der atomaren Skala abgebildet werden können, bevor die Strahlung sie zerstört. Dabei beeinträchtigen sogenannte Timing-Jitter die Versuche, zeitaufgelöste Experimente an XFELs mit immer kürzerer Auflösung durchzuführen. Nun hat ein Forschungsteam (unter Führung des Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie – MPSD) eine Methode entwickelt, die dieses Problem bei XFELs umgeht. Wie in Nature Physics beschrieben, wies das Team ihre Wirksamkeit anhand der Messung eines fundamentalen Zerfallsprozesses im Edelgas Neon nach. weiterlesen…

Offshore-Windkraftanlagen verwirbeln Wasser und Luft

Auswirkungen auf Ökosysteme untersucht

Offshore-Windkraftanlagen entnehmen Energie aus der Umwelt, während sie im ständig bewegten Meerwasser und im Wind stehen. Dadurch verursachen sie Veränderungen in ihrer Umgebung, sowohl in der umgebenden Luft als auch im Wasser. Windparks bilden Hindernisse für Luft und Wasser, die sie umströmen. Welche Folgen haben diese Einwirkungen für die Umwelt, für Luft und Wasser in ihrer direkten und weiteren Umgebung? Wie wirken sie über die physikalischen Effekte hinaus z.B. auf biologische Prozesse? Das wird zurzeit am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie untersucht. weiterlesen…